Junge und heranwachsende Bartagamen sowie Zwergbartagamen haben einen deutlich erhöhten Bedarf an tierischer Nahrung, da sie in dieser Lebensphase sehr schnell wachsen und viel Energie benötigen. Sie sollten daher regelmässig und in mehreren kleinen Portionen am Tag mit lebenden Futterinsekten versorgt werden. Besonders geeignet sind kleine bis mittlere Heimchen, kleine bis mittlere Steppengrillen, kleine Schaben, kleine bis mittlere Heuschrecken, Wachsraupen, Buffalos sowie je nach Tiergrösse auch Mehlwürmer oder Zophobas in kleinen Mengen. Wichtig ist, dass die Futterinsekten nicht grösser sind als der Abstand zwischen den Augen, damit sie problemlos aufgenommen und verdaut werden können. Diese Regel ist vor allem bei Jungtieren entscheidend, da zu grosse Beutetiere zu Verdauungsproblemen führen können.
In dieser Phase nehmen Bartagamen noch vergleichsweise wenig pflanzliche Nahrung zu sich, weshalb Grünfutter zwar angeboten, aber nicht erzwungen werden sollte. Mit der Zeit beginnen die Tiere von selbst, mehr pflanzliche Kost anzunehmen. Die Futterinsekten sollten regelmässig mit Calcium und Vitaminen bestäubt werden, um Rachitis und anderen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Insektenarten, kombiniert mit einer guten Mineralstoffversorgung und passenden Futtergrössen, sorgt dafür, dass junge und heranwachsende Bartagamen sowie Zwergbartagamen kräftig, gesund und artgerecht heranwachsen.
Subadulte und adulte Bartagamen benötigen deutlich weniger tierische Nahrung als Jungtiere und sollten daher regelmässig auch pflanzlich ernährt werden. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich ihr Stoffwechsel, und ein zu hoher Anteil an tierischem Eiweiss kann zu Übergewicht, Organbelastungen und langfristigen Gesundheitsproblemen führen. Deshalb besteht die Hauptnahrung erwachsener Bartagamen aus einer abwechslungsreichen Auswahl frischer Pflanzenkost in Kombination mit verschiedenen mittelgrossen bis grossen Insektenarten. Besonders geeignet sind Wildkräuter wie Löwenzahn, Wegericharten, Klee, Gänsedisteln, verschiedene Blüten (z.B. Löwenzahn), junge Blätter sowie ausgewähltes Gemüse wie Endivien, Rucola, Zucchini oder Karotten. Alles Futter sollte unbehandelt und garantiert frei von Schadstoffen sein (Vorsicht vor Bio, auch das kann für Bartagamen schädliche Stoffe enthalten)
Lebende Futterinsekten wie mittlere bis grössere Heimchen, Steppengrillen, Heuschrecken, Mehlwürmer, Zophobas, Wachsraupen oder Schaben sollten sparsam gefüttert. Eine regelmässige Gabe von Calcium und Vitaminen bleibt weiterhin wichtig, jedoch in reduzierter Menge im Vergleich zu Jungtieren. Durch eine ausgewogene Mischung aus hochwertigem Grünfutter in Verbindung mit gut versorgten Futterinsekten bleibt die Ernährung subadulter und adulter Bartagamen naturnah, gesund und optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.